Lange arbeitete Alberto Gandolfi – der Besitzer und Co-Gründer, neben seiner Frau Alida, von Filodivino – in einem schnelllebigen Hightech-Beruf, reiste um die Welt und lernte viele Leute kennen. 2013 merkte er, dass es Zeit wird für einen neuen Lebensabschnitt: Ein Projekt, in dem er sich dem Zyklus der Natur hingeben und mit Geduld Weine kreieren kann. Geduld – etwas, das seiner Meinung nach Weine brauchen. Ursprünglich sollte es lediglich bei einem Weingut bleiben. Doch als er und Alida die Liegenschaft in St. Marcello besichtigten – ein ehemaliges Bauernhaus, umgeben von 17 ha Verdicchio-Trauben –, waren sie sofort inspiriert, dieses auch als Resort und Kulinarium zu planen.
Heute verbringt Alberto besonders gern „vom Frühstück bis zum Abendessen“ Zeit mit seinen Gästen oder macht sich „die Hände schmutzig“ beim Reparieren oder Instandhalten der Anlagen. Ihn findet man dort, wo er gerade gebraucht wird – „Management by wandering around“, nennt Alberto das. Also vom „Gabelstapler fahren“ bis hin zum „Wein degustieren“. Genauso wandelt seine Hündin Diana durch das Gut – zur Freude der Anwesenden.
Trotz der Idylle auf dem Filodivino-Weingut in der italienischen Provinz Ancona – umgeben von Hügeln, kleinen Bauernhöfen, Wäldern und Olivenbäumen – zieht es Alberto regelmäßig nach Griechenland ans Meer, oder besser gesagt, aufs Meer. Dort gleitet er mit dem Segelschiff über das Wasser und hört dabei vielleicht seinen Lieblingssong „Your Song“ von Al Jarreau. An Land bewegt er sich auf seinem Motorrad über die Straßen Sardiniens und Korsikas.
Zurück auf dem Weingut, nachdem wieder angepackt wurde und sich die Ernte langsam dem Ende zuneigt, steigt die Vorfreude auf ein gemeinsames Ritual: Das „End-of-Harvest-Dinner“. Alle bereiten zusammen die Speisen vor und decken die Tische. Dazu gesellen sich gute Weine, auserlesene Spezialitäten und dann wird gefeiert. Alberto sagt: „Das ist der Moment, um Party zu machen, zu lachen und den Wein zu genießen.
